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Warum Sie weniger Zucker essen sollten

„Warum schmeckt ungesundes Essen so gut?“ Ist es nicht merkwürdig, dass wir ungesunde Lebensmittel so gern mögen? Müssten unsere Sinne uns nicht eigentlich vor schädlicher Nahrung schützen? Sollten wir nicht an Aussehen, Geruch und Geschmack eines Lebensmittels erkennen, ob es gesund oder gefährlich ist? Eine süße Frucht ist wahrscheinlich genießbar, denn Süße signalisiert uns Essbarkeit.

Aber was ist, wenn ein Lebensmittel als solches nicht mehr identifizierbar ist und alles süß schmeckt?
Industriell verarbeitete Produkte überlisten unsere Sinne auf unnatürliche Weise:
Fertigprodukte enthalten häufig Zucker und Fett – Nährstoffe, die in der Natur nie in großen Mengen gemeinsam vorkommen.
Vermutlich nicht ohne Grund, denn wann immer Zucker und Fett auf der Zutatenliste stehen, schmeckt es den meisten Menschen. Denken Sie doch mal an Schokolade, Eiscreme, Kuchen: Zucker und Fett.


Zucker ist längst ein gesellschaftliches Problem
Überall auf der Welt, wo der Zuckerkonsum ansteigt, wächst nicht nur die Zahl übergewichtiger Menschen, sondern auch Folgeerkrankungen wie Karies, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten. Der durchschnittliche Deutsche verzehrt 35 Kilogramm Zucker pro Jahr. Das sind etwa 96 Gramm am Tag. 385 Kalorien. Etwa 19% des durchschnittlichen täglichen Kalorienbedarfs - nur aus Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt maximal 10%, besser 5% der Tageskalorien aus Zucker aufzunehmen. Von allgemeinen Empfehlungen mag man halten, was man will. Aber es ist offensichtlich, dass unser Zuckerkonsum nicht mehr gesund ist. Schließlich konsumieren wir Deutschen fast viermal mehr Zucker, als die WHO für gesund hält.


Warum macht zu viel Zucker dick und krank?
Jedes Gramm Kohlenhydrate hat einen Energiegehalt von etwa vier Kalorien. Ein Gramm Fett hat sogar neun Kalorien. Deshalb dachte man lange, zu viel Fett sei für den wachsenden Bauchumfang verantwortlich. Um zu verstehen, weshalb Zucker so tückisch ist, müssen wir zunächst mit einem Irrglauben aufräumen:
Viele Menschen glauben, sie müssten lediglich weniger Kalorien zu sich nehmen, um Gewicht zu verlieren.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Nicht jede Kalorie ist gleich. Die Qualität der Kalorien entscheidet! Die Qualität von Kalorien lässt sich durch vier Eigenschaften beschreiben:

1. Wie satt macht eine Kalorie?
2. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Kalorie vom Körper in Fett umgewandelt und gespeichert wird?
3. Wie viel Nährstoffe enthält die Kalorie?


Für Zucker ist die Antwort auf diese Fragen jeweils ernüchternd
Zuckrige Lebensmittel sättigen nicht nachhaltig, werden sehr wahrscheinlich und leicht in Fett umgewandelt und enthalten kaum Nährstoffe – sie sind leere Kalorien.


Wie Zucker zu Fett wird
Haushaltszucker besteht jeweils zur Hälfte aus Glukose und Fruktose.
Beginnen wir mit der Glukose. Glukose liefert Ihrem Körper die Energie, die er zum Leben braucht. Glukose veranlasst die Bauchspeicheldrüse dazu, Insulin auszuschütten. Denn das Hormon Insulin reguliert den Glukosespiegel im Blut. Insulin sorgt dafür, dass die Energie schnellstmöglich dorthin transportiert wird, wo sie gebraucht wird - in Ihre Muskeln und Organe.

Glukose kann jedoch schädlich werden, wenn sie aus großen Mengen leicht verdaulicher Kohlenhydrate wie Zucker stammt, die den Blutzuckerspiegel rasend schnell ansteigen lassen. Ihr Körper reagiert, indem er eine große Menge Insulin ausschüttet, damit die Glukose möglichst schnell aus dem Blutkreislauf in die Zellen transportiert wird.

Ab einem bestimmten Punkt können Ihre Zellen die Energie allerdings nicht schnell genug aufnehmen. Deshalb wird der „Überschuss“ erst in der Leber in Fett umgewandelt und dann in Fettdepots eingelagert. „Schlechte“ Kalorien werden daher leichter zu Fettpölsterchen als „gute“ Kalorien.

Bei hochwertigen Kalorien aus frischen Lebensmitteln wird die Energie z.B. gemeinsam mit ausreichend Ballaststoffen konsumiert. Ballaststoffe bremsen den Anstieg des Blutzuckerspiegels, so dass vergleichsweise wenig Insulin ausgeschüttet wird.

So wird die Energie nur langsam zu den Organen und Muskeln transportiert und kann besser verwertet werden.

Wenn Energie aus Zucker in den Fettzellen landet, muss das allerdings kein Problem darstellen. Sobald das Insulin im Körper abgebaut ist, verbrennt der Körper seine Fettreserven. Jedenfalls, wenn Sie ihn lassen.

Doch dazu kommt es oft nicht:
Wer zuckerreich isst, hat schnell wieder Hunger und isst schnell mehr Kalorien als nötig.
Denn zuckerhaltige Lebensmittel sättigen schlecht und enthalten kaum Nährstoffe. Ein permanent erhöhter Insulinspiegel kann dazu führen, dass Ihre Körperzellen immer weniger auf Insulin reagieren.

Das führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse noch mehr Insulin ausschüttet, um Ihre Organe dazu zu zwingen, den Blutzucker aufzunehmen. Dadurch wird noch mehr Fett gespeichert. Zugleich leistet Ihre Bauchspeicheldrüse Schwerstarbeit und stellt möglicherweise irgendwann die Insulinproduktion ein. Dieser Zustand ist als Typ 2 Diabetes bekannt.

Gute Neuigkeiten
Die WHO bezieht sich in ihrer Richtlinie zum Zuckerkonsum gar nicht auf den natürlich vorkommenden Zucker in Obst, Gemüse oder Milch. Denn hier sind die Kohlenhydrate so gut aufeinander abgestimmt, dass Sie sie bedenkenlos in Maßen während Ihres LINEAVI Programms ab der 2. Phase genießen können, z.B. in Ihren leckeren LINEAVI Smoothies!

Machen Sie jeden Tag zu Ihrem Wohlfühltag!
Juliane
Ihre LINEAVI Ernährungsexpertin